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1925 wurde eine Ausstellung führender französischer
Künstler in Paris unter dem Namen „Exposition Internationale
des Arts Décoratifs“ durchgeführt, deren Titel später für
den dort vorherrschend gezeigten Stil übernommen wurde: „Art Déco“.
In
den großen Pariser Kaufhäusern, im Au Prinemps oder in den
Galeries Lafayette, entstehen während der zwanziger Jahre
Design-Werkstätten für Innenraumgestaltungen in enger
Zusammenarbeit von Kunsthandwerk und industrieller Fertigung.
Während der ganzen Epoche des Art Déco bleibt die
Kulturmetropole Paris der Mittelpunkt der Bewegung.
Die
Epoche ist zeitlich etwa zwischen
1910 und 1935 zwischen den beiden Weltkriegen anzusiedeln. Sie löst den Jugendstil ab
(oder setzt ihn nur fort?) und ist geprägt
von einem symmetrisch-linearen Stil, der sich aus Frankreich
stammend auch in Deutschland und Amerika ausbreitet.
Dem Art Déco fehlt ein eindeutiges,
zugrundeliegendes Stilmerkmal oder eine stilbildende Anschauung.
Vielmehr vereinigen sich unter diesem
Stilbegriffrecht widersprüchliche Formen und
Auffassungen der Traditionalisten (insbesondere in Frankreich) und
der Funktionalisten bzw. Konstruktivisten (Deutschland, Österreich)
Insgesamt gesehen handelt es sich und eine Variante der
„Klassischen Moderne". Eine , um eine gestalterische
Verbindung von Eleganz der Form, Kostbarkeit der Materialien, Stärke
der Farben mit der Sinnlichkeit der Thematik. Alles bereits Themen
des Jugendstils.
Kennzeichnend für das Art-Deco sind kubistisch-geometrische Formen, die Verwendung von
Metallen oder synthetischen Materialien. Exotischen
Hölzern und Elfenbein, Bronze- und Silberbeschlägen sowie
Lackarbeiten wird der Vorzug gegeben.
Insgesamt zeichnet sich das
Mobiliar des Art Deco durch raffinierte Materialwahl und durch die
Arts & Crafts Bewegung geprägte hoch
kultivierte, handwerkliche Verarbeitung aus.
Die
Entwerfer der Innenräume teilen sich in Traditionalisten und
Konstruktivisten; die ersteren bewahren geschwungene Linie und
Kontur und betonen gleichzeitig die preziöse Verarbeitung des Möbels,
während die letzteren neue ungewohnte Materialien verwenden.
Als bedeutendster Vertreter der Traditionalisten
wird E.-J. Ruhlmann angesehen.
Seine Möbel werden charakterisiert durch perfekte handwerkliche
Verarbeitung und den Gebrauch seltener, exotischer Hölzer. Schon
zu seiner Zeit galt der Erwerb eines seiner Möbel als Luxus, den
sich nur eine dünne Oberschicht leisten konnte.
Die
Konstruktivisten hingegen entwerfen gezielter auf eine
industrielle Serienfertigung hin, die sich in der Wahl der
Materialien zeigt: Neben natürlichen, bewusst schmucklos belassenen
Hölzer, Leder oder Stroh treten die ersten Kunststoffe, Aluminium
und Stahl. Als bedeutendste Vertreter dieser Richtung gelten
Djo-bourgeois, P. Chareau und Jean Michel Frank.
Weitere
prominente Vertreter sind Degué, Cheuret, Daum, le Verrier,
Majorelle (Bronzeguß). Renè Lalique ist einer der ersten
Vertreter einer Zunft, der "nur noch" nach von ihm
gefertigten Entwürfen produzieren lässt. Damit hält auch in
Frankreich die industrielle Fertigung in größeren Stückzahlen
Einzug.
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