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Infos: Epochenkunde - Biedermeier (ab ca. 1815)

Biedermeier - neue bürgerliche Gemütlichkeit im Zeichen der Restauration

Politische Situation
Nach der Niederlage Napoleons treten im Herbst 1814 die Staatsmänner Europas in Wien zum Wiener Kongress zusammen,  um die Verhältnisse des Kontinents neu zu ordnen Der erste Kongress der Neuzeit, auf dem alle europäischen Staaten vertreten sind. Ziel ist die Wiederherstellung der politischen Situation vor der Revolution. 

Frankreich wird unter der Herrschaft Ludwig XVIII. in den Grenzen von 1790 als konstitutionelle Monarchie wiederhergestellt, wobei die wichtigsten Reformen erhalten bleiben. Die Schweiz wird wiederhergestellt und ein neutraler Staat. Rußland bekommt Finnland zugesprochen, dafür wird Norwegen mit Schweden vereinigt. An die Stelle des "Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nationen" tritt nun der Deutsche Bund.

Biedermeier als Epochenbezeichnung
Der Begriff Biedermeier als Epochenbezeichnung entsteht erst um 1900. Sie geht zurück auf eine fiktive Figur namens Gottlieb Biedermeier, die Ludwig Eichrodt und Adolf Kußmaul erfanden und unter dessen Name in den Jahren ab 1855 in den "Münchner Fliegenden Blättern" diverse Karikaturen veröffentlich werden. 

Der so geschaffene Biedermeier (früher Biedermaier) gehört zum Kreis der sogenannten "Philister".  Zufriedene Personen (insbesondere aus dem Bürgertum), die nicht an Politik interessiert sind und im kleinen Kreis unter sich bleiben und ihr Leben geniessen. 

Bürgerliche Wohnkultur
Der Biedermeier  ist Stilbegriff der bürgerlichen Wohnkultur in den deutschsprachigen Ländern zwischen 1815 und 1840. Diese Epoche wird noch einmal in das frühe Biedermeier (1810-1830) und das Spätbiedermeier (1830-1840) aufgeteilt. 

Das auch durch die neu geschaffene Gewerbefreiheit  größer und wohlhabender werdende Bürgertum legt nun viel Wert auf ein behagliches Wohnzimmer, geselliges Leben im Familienkreis hat große Bedeutung.

Das Mobiliar dient nicht mehr repräsentativen Zwecken, sondern der von den meisten Bürgern geschätzten Gemütlichkeit. Geschaffen für den intimen Kreis ,wie es die typischen Barock-Sitzgruppen, die um einen runden Tisch herum angeordnet werden, zeigen. Beliebt sind zudem Schreibsekretäre und kleinere Möbel sowie Vitrinen.

Das Haus wird in hellen Farben gehalten und mit hübsch anzusehenden Möbeln ausgestattet. Ein Einrichtungsgegenstand, der in keinem Wohnzimmer fehlen darf, ist der Sekretär. In den Glaskästen werden zierliche Figuren und Schalen aus Porzellan, geschliffene Gläser und Gegenstände aus Silber zur Schau gestellt.

Obwohl der Stil zwar formal dem Empire verpflichtet ist, orientiert sich das Biedermeier hingegen stilistisch nun nicht mehr an Frankreich, sondern an England.

 

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Wikipedia

Sehr interessante Infoseite, auch zum Thema Klassizismus. Einige Informationen wurden dieser Seite entnommen. Die Enzyklopädie Wikipedia steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren  verfügbar. Wikipedia Lizenzbestimmungen

Pfotenhauer Klassizismus - Anfang der Moderne?
Biedermeier Tolle Seite über die Epoche des Biedermeier!
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