Empire - die französische Revolution zieht
auch ihre kulturellen Kreise
Das Empire ist eine Stilrichtung innerhalb des Klassizismus,
die im letzten Jahrzehnt des 18. Jahrhunderts entsteht, fest an
Napoléon Bonaparte und Frankreich gebunden ist.
Zwischen 1804 und 1814 verbreitet sich der Empirestil von Frankreich ausgehend in ganz
Europa. Insbesondere gilt dies für die unter Napoleons dauerhaftem Einfluss stehenden Gebieten Italien und den
Rheinbundstaaten..
Daher bezeichnet Empire streng
genommen die Epoche des Kaisertums Napoleons I. (1804 - 1815), jedoch
beginnt diese Stilwende bereits
unter Ludwig XVI mit einer
der klassischen Antike angenäherten Form und Dekoration.
Der Empirestil hat vor allem Repräsentation und Dekoration zum
Ziel: Geradlinigkeit, Strenge und Feierlichkeit sollen Größe und Macht veranschaulichen.
Sie erfasst sowohl Innenraumdekoration und Möbelkunst wie auch
das Kunsthandwerk und die Kleidermode.
Für die Möbel werden Mahagoni, Ebenholz und Zeder bevorzugt, mit Applikationen aus Goldbronze (etwa Löwenfüße). Griechische, ägyptische und römische Motive
sind in allen Bereichen sehr beliebt (ein Grund dafür ist sicherlich der Ägyptenfeldzug Napoleons).
Zu den typischen Zierformen der Zeit zählen: Adler, Viktorien, Greifen, Lorbeerkränze, Palmetten und Myrtenblätter.
Stuhl-
und Tischbeine sind häufig tiergestaltig.
Zu
den besonders beliebten Möbelformen zählen Sekretäre mit aufklappbaren
Frontplatten und Beistellmöbel, die als Servier- oder
Arbeitstischnischen dienen. Das Klavier erhält als
Einrichtungsgegenstand einen besonderen Stellenwert.
Als neues Möbelstück kommt zur Zeit des Empire die "Psyche"
auf: ein schwenkbarer,
zwischen zwei freistehenden Stützen befestigter großer Spiegel.
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Sehr interessante Infoseite, auch zum
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