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Unsere besondere Empfehlung:  |
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Infos: Epochenkunde - Historimus |
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Infos: Epochenkunde - Historismus (ab ca. 1830) |
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Historismus - buntes Stilgemisch im Zeitalter
der Industriefertigung
Einordnung
Zeitlich ist diese Epoche zwischen dem ausgehenden Biedermeier und
beginnendem Jugendstil anzusiedeln
Während
die Wurzeln des Historismus bereits in der Mitte des 18.
Jahrhunderts liegen, entwickelt er sich in der 1. Hälfte des
19. Jahrhunderts parallel mit einem neu auflebenden Geschichtsbewusstsein,
dem gezielten Sammeln von historischen Kunstgegenständen und dem
Beginn eines konservatorischen Verständnisses für die
Erzeugnisse vergangener Epochen.
Durch den Durchbruch der industriellen Fertigung auf dem Gebiet der Holzbearbeitung wird
die serienmäßige Verbreitung historischer Möbel begünstigt.
Die mechanisch angetriebene Hobelmaschine und
Furnierschneidemaschine, Kreissäge und andere Spezialmaschinen
erleichtern die Anfertigung von Möbeln. Leider jedoch besitzen
diese Stücke nicht mehr den Charme und die Einzigartigkeit eines Einzelstücks wie noch im
18. Jahrhundert.
Stile des Historismus
Der Historismus gilt als
Epoche der Rückbesinnung auf bereits vorhandene Stilelemente. Im
Gegensatz zum Klassizismus werden jedoch nicht mehr die Stilelemente der
klassischen Antike als einziges Vorbild genommen. Vielmehr werden
auch Architekturformen anderer Epochen, die nunmehr als
gleichwertig gelten, nachgeahmt.
So finden sich entsprechend Formen und
Ornamente aus der Antike, der Gotik, der Renaissance, des Rokoko
bis hin zum Biedermeier wieder, oftmals vermischt, sehr überladen und
pompös. Es gilt häufig: bunt gemischt wirkt Wunder. Etwas
wissenschaftlicher wird hier auch vom Eklektizismus gesprochen.
Gegen
Ende des 19. Jahrhunderts, in der "Gründerzeit" dominiert
zunehmend ein vom Malerischen angeregter Historismus, der
Einrichtungsgegenstände, Möbel und Architektur mit pompöser
Monumentalität prägt.
Dogmatischer Historismus im Gegensatz zum klassischen
Historismus
Als Gegenmodell zum klassischen Historismus, der Ideen aus anderen Stilen verarbeitet und
daraus einen eigenen Mischstil konzipiert, steht der "dogmatische"
Historismus, der die sich genau an den historischen Originalen
orientiert.Meist
ist er mit der nationalen Idee eines Volkes eng verbunden. So
entstehen in Frankreich viele Nachahmungen von Louis-quinze-Möbeln,
während in Deutschland sogenannte "Alt-deutsche" Möbel, deren
Vorbilder in der Dürerzeit zu finden sind, Verbreitung finden.
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