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Vor dem Kauf von Antiquitäten sollten Sammler einige
Grundregeln beachten:
Schon beim Kauf den den Verkauf denken.
Wenn Sie das Sammeln von Antiquitäten nicht nur als reines
Hobby, sondern auch als Geldanlage ansehen, sollten Sie sich immer
dieser Tatsache bewusst sein.
Es nimmt zwar ein wenig die Freude beim Kauf, schon beim Kauf an
einen möglichen Wiederverkaufswert zu denken, könnte sich für
Ihren Geldbeutel im nachhinein als echter Segen erweisen. Ob ein
Kauf ein Schnäppchen oder ein Fehlkauf war, stellt sich erst heraus, wenn die Antiquität wirklich verkauft wird.
Auch aus diesem Grund sollte man sich immer die Zeit nehmen, in
Ruhe auszusuchen und abzuwägen.
Information ist erste Sammlerpflicht
Auch wenn es langweilig ist: vor dem Kauf gehört immer ein
ausführliches Studium an Literatur. So sind Sie unabhängig
von der Meinung anderer, bilden Sie sich selbst eine Meinung. Aber
das können Sie nur, wenn Sie Ahnung von der Materie haben. Der Besuch
eines Museums kann helfen, ein Auge für Qualität zu bekommen
Es ist besser, das Geld und die Zeit, das Sie in das erste Stück
investieren wollen, zum Kauf von Büchern und anderen
Informationsquellen für Ihr Hobby anzulegen.
Zudem wird ein Verkäufer Ihnen mehr Respekt entgegenbringen und
kann Sie auch besser beraten, wenn er merkt, dass Sie sich mit dem
Thema auskennen. .
In der Ruhe liegt die Kraft
Der uralte Spruch schon von meiner Großmutter hat auch beim
Antiquitätenkauf seinen Sinn. Denn wenn das Geld erst einmal weg
ist, ist es weg. Wählen Sie daher mit Bedacht aus und hüten Sie
sich vor Spontankäufen, insbesondere auf Flohmärkten. Sicherlich
hat so mancher damit schon ein Schnäppchen beim sofortigen
Zugreifen machen können, meist jedoch werden solche ad-hoc-Käufe
bereut. Nicht selten stellt sich das vermeintliche Schnäppchen
sich als Fälschung heraus..
Begutachten Sie das Exemplar des Interesses stets sorgfältig!
Sollte vor allem bei teureren Stücken eigentlich
selbstverständlich sein, ist es aber nicht immer. Spätestens wenn
Sie eine Antiquität wieder verkaufen möchten, werden die Beschädigungen,
sollten Ihnen welche durchgegangen sein, erkannt und mindern den Preis.
Vorsicht bei Auslandskäufen!
Freizeit verführt. Und das besonders im Urlaub. Sind sie auch im
Urlaub objektiv?
Wenn Sie diese Frage mit Ja! beantworten können, suchen Sie am
besten abseits der großen Touristenzentren nach Antiquitäten.
Die Händler in den Touristenzentren wissen, dass es Touristen oft
mit der Qualität nicht so genau nehmen und es mit dem Preis nicht
so genau nehmen. Und mit der Rückgabe ist natürlich
sowieso sehr schwierig.
Vorsicht Fälschung!
Bevor man ein größeres Stück erwirbt, sollte man die
Vertrauenswürdigkeit des Händlers prüfen. Unter
passionierten Sammlern sind schwarze Schafe bekannt. Man muß sich
also nur in der Szene umhören. Auch ein Stöbern im Internet kann
hier nicht schaden. Im Zweifelsfall sollte ein Gutachten
angefordert werden, ggf. auch auf Ihre Kosten. Das sollte gut
angelegtes Geld sein...
Wer liebt das Stöbern auf Trödelmärkten nicht? Sie sind auch
toll für die kleinen Nettigkeiten, teure Stücke sollte man
jedoch nur sehr bedingt dort kaufen.
Und im Zweifelsfall gilt natürlich grundsätzlich: eher nicht
kaufen!
Barzahlung statt Kartenzahlung
Sollte ein Antiquitätenhändler eine Kreditkarte akzeptieren, hilft
häufig der Hinweis, dass man anstelle der Kreditkarte auch bar zahlen könnte.
Zahlt nämlich der Kunde bar, bekommt der Händler schneller sein
Geld und braucht zudem nicht die Kreditkartengebühr von ca. 3% an das Kreditinstitut abtreten. Dieses
wird gerne als Nachlass dem Käufer angeboten.
Tricks der Verkäufer
Ein alter Trick ist , dem Käufer zu sagen, das Stück wäre falsch ausgezeichnet. Aber nun können man wohl nicht mehr einen höheren Preis
verlangen. In 99% der Fälle sind die Händler nicht zu blöd, so
ein wichtiges (und meist teures) Stück falsch auszuzeichnen. Sehr
unseriös....
Beliebt ist auch der Hinweis von anderen Kaufinteressenten. Lassen
Sie sich bloß nicht hierdurch zu einem voreiligen Kauf
hinreißen. Im Zweifelsfall gibt es viele weitere Stücke, die auf
Sie warten.
Vor allem auf Flohmärkten verwendet wird der Trick mit angeblichen Käufern, die sich
spontan ebenfalls genau für das Stück interessieren, über das man gerade verhandelt. Manchmal handelt es sich bei dem weiteren Interessenten nur um Mutter, Tante, Bruder, Schwester oder ein anderes Mitglied der Verwandtschaft des Verkäufers.
Auch hier gilt: keine Kaufpanik!
Finden Sie den richtigen Preis!
Eine sorgfältige Marktbeobachtungen ist Pflicht, wenn Sie zu
einem guten Preis kaufen bzw. auch verkaufen möchten. Hier bietet
sich der Gang auf Messen, Märkte, Auktionen und in Fachgeschäfte
an, um ein Gefühl für die Preise zu erhalten..
Material, Größe, Qualität, Alter, Verfassung, , handwerkliche Arbeit und
Seltenheit dieses Stückes sind wichtige Elemente für die Preisfindung.
Gibt es keine Möglichkeiten, den verlangten Preis anhand von Erfahrungen oder gleichwertigen Antiquitäten abzuschätzen, gilt als Faustregel: "Der Preis kann sich danach richten, was das Objekt wert wäre, wenn es heute angefertigt würde."
Qualität sollte immer vor dem Preis stehen. Bevor man ein Stück
in schlechter Qualität kauft, sollte man lieber noch etwas warten
(und sparen), um sich später dann ein Stück in ansprechender
Qualität anzuschaffen. Es es ist besser, ein gutes Stück zu kaufen, als
zum gleichen Preis drei von schlechter Qualität.
Eine Sammlung, die sich auf Stücke von minderer Qualität aufbaut, wird auch dem Besitzer spätestens dann wenig Freude bereiten, wenn er sich mehr in der Materie eingearbeitet hat.
Die Frage beim Händler nach einem Preisnachlass ist erlaubt und
schon beinahe Pflicht. Preisnachlässe sind mittlerweile in fast
allen Preisen fest einkalkuliert. Und so schnell kann man gar kein Geld
verdienen bzw. verlieren, je nach Sichtweise...
Kaufen Sie antizyklisch, gegen den aktuellen Trend
Gute Gewinne können Sie erzielen, wenn Sie gegen den Modetrend kaufen. Sie suchen sich
Sammelgebiete heraus, die noch kaum entdeckt sind. Hier können Sie
noch schöne Stücke zu verhältnismäßig geringen Preisen einkaufen.
Irgendwann wird einmal alles gesammelt und je mehr Sammler sich auf ein Gebiet stürzen, um so schneller gehen dann die Preise nach oben,
da die Märkte dann leergefegt sind. Umgekehrt gilt dies
natürlich auch. Sollten Sie ein Stück haben, welches gerade
gesucht ist, könnte sich ein Verkauf sehr lohnen.
Macht der Kauf einen Sinn?
Sie sollten sich, bevor Sie ein größeres Stück kaufen, darüber sein,
ob Sie es auch wirklich sinnvoll aufstellen können. Ein Riesenschrank, der nicht in das Wohnzimmer passt oder so dominierend
ist. dass er das restliche Wohnzimmer in den Schatten stellt, wird
Ihnen wenig Freude machen.
Denken Sie daran, dass ein ein spontaner Wiederverkauf eben nicht so leicht möglich
ist bzw. mit i.d.R. größeren Verlusten verbunden ist. Denn
natürlich müssen die Antiquitätenhändler ja auch leben, und
die Spannen der Händler sind groß...
Werden Sie Stammkunde
Intensive und regelmäßige Kontakte zum Händler Ihres Vertrauens
(am besten in der Nähe) haben noch nie geschadet. Denn dieser kennt
ihr Sammelgebiet und wird Sie wie einen guten Kunden behandeln -
Ihnen also im Zweifelsfall keine schlechten Stücke andrehen oder sich die Ware überbezahlen lassen.
Schließlich will er Sie ja als Stammkunden behalten.
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